Rückblick zum Bayerischen Anwenderforum 2018

20.07.2018 Am 11. und 12. Juli haben sich wieder die E-Government-Fachleute auf dem diesjährigen Bayerischen Anwenderforum Digitale Verwaltung in der Praxis getroffen. Zum zehnten Mal in Folge diskutierten Vertreter aus Politik, Verwaltung und IT-Wirtschaft aktuelle Themen rund um das Thema E-Government.
Mit beinahe 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat sich die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder als die zentrale Plattform für den Erfahrungsaustausch im Freistaat Bayern rund um das Thema E-Government etabliert. Zahlreiche Referentinnen und Referenten berichteten aus Projekten und stellten ihre Erfahrungen und Konzepte vor. Dabei wurde deutlich, dass nach der flächendeckenden Einführung von E-Government-Basistechnologien wie E-Akte-Systemen nun neue Technologien die Diskussion bestimmen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Anwendungen und welche Technologien basierend auf den Basisdiensten die Verwaltungsarbeit und die Präsenz der Verwaltung in der digitalen Gesellschaft beeinflussen werden. Innovative Anwendungen mit  Chat-Bots und Blockchain sowie künstliche Intelligenz erfreuten sich regen Interesses. Der Einsatz dieser Technologien wird nicht – wie in der Vergangenheit häufig – ausschließlich von IT-Fachleuten angeregt, sondern die Fachbereiche aus den Verwaltungen sowie die E-Government-Beauftragten nehmen Einfluss auf die Anwendungsszenarien.

In gewisser Hinsicht hat sich die Perspektive verschoben: Boten IT-Fachleute früher technische Funktionalitäten den Fachbereichen an, so ist der Bedarf heute eher umgekehrt artikuliert: die Fachbereiche fragen, welche Möglichkeiten sich durch Blockchain oder Chatbot für ihre Arbeit ergeben könnten. Neben diesen Themen standen auch Fragen des Datenschutzes, so etwa die Umsetzung der DSGVO, sowie Personalentwicklung, Personalakquisition und Personalführung im Mittelpunkt des Interesses.

Insgesamt freuten sich die INFORA GmbH als Veranstalter und der Bayerische Landtag als Schirmherr über eine gelungene Veranstaltung.